1. Mitteilungsblatt für Vertragswerkstätten Betr.: Motorroller „Pitty“ |
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VEB Industriewerke Ludwigsfelde den 1.6.1954 - Abt. KA/K - |
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| Am Ende des III. Quartals dieses Jahres beginnt unser Betrieb mit der Auslieferung der Motorroller aus der Produktion der DDR.
Der beiliegende Prospekt gibt über die technischen Daten desselben Aufschluss. Sie sollen dies Prospekt Bitte recht aufmerksam lesen. Dabei wird es Ihrer Aufmerksamkeit nicht entgehen, dass zum Antrieb des Motorrollers der in Zschopau hergestellte Einzy1inder-Zweitaktmotor RT 125/1 verwendet wird. Eine Abweichung der bekannten Ausführung des Motors besteht in der Art, dass für den besonderen Zweck im Motorroller zusätzlich ein Saugluftgebläse für die Kühlung eingebaut wird.! Durch die Zusammenarbeit mit dem VEB Motorradwerk Zschopau, dem Sie sich bereits als Vertragswerkstatt für das Motorrad RT 125 verpflichtet haben, sind wir im Besitz der Anschrift Ihres Betriebes gelangt. Wir haben ebenfalls den Wunsch, Sie als Vertragswerkstatt für alle am Motorroller anfallenden Durchprüfungen und Reparaturen zu gewinnen. Mit diese Maßnahme soll ein volkswirtschaftlich nicht zu unterschätzende Vorteil verbunden sein, in dem eine gemeinsame Ersatzteilbewirtschaftung aller Motoren des Typs RT 125 durchgeführt werden kann. Bereits jetzt sind wir gemeinsam mit der DHZ Maschinen und Fahrzeuge, Niederlassung Karl-Marx-Stadt, und dem VEB Motorradwerk Zschopau an der Arbeit, die erforderlichen Schritte für die künftige Ersatzteilbereitstellung zu unternehmen. Die gegenseitige Verpflichtung zwischen Vertragswerkstatt und Herstellerbetrieb soll sich mit dem bereits bekannten Modus des IFA-Dienstes gestalten. Wir hoffen dass Sie sich unserem Ruf nicht versch1ießen und Ihren Betrieb ebenfalls in das Netz der Vertragswerkstätten einreihen„ Aus diesem Grunde bitten wir Sie, uns Ihre Stellungnahme zwecks Abschluss eines entsprechenden Vertragswerkstätten -Abkommens bis spätestens 18.6.1954 zu übermitteln. Es ist beabsichtigt eine gute Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Vertragswerkstätten und unserem Betrieb zu erreichen. Aus diesem Grunde werden wir ab Juli/August 1954 Lehrgänge zur Ausbildung von Facharbeitern aus den Vertrags- Werkstätten durchführen (siehe Vertragswerkstätten- Abkommen§ 2 Absatz 4 ) Bei dieser Gelegenheit wird den betreffenden Kollegen die Möglichkeit gegeben, sich mit dem Motorroller „ Pitty“ vertraut zu machen. Sie haben ferner die Möglichkeit, die einzelnen Montageprozesse und die damit verbundenen Spezialwerkzeuge kennenzulernen. Es ist außerdem beabsichtigt,§ 2 Absatz 4 ) Bei dieser Gelegenheit wird den betreffenden Kollegen die Möglichkeit gegeben, sich mit dem Motorroller „ Pitty“ vertraut zu machen. Sie haben ferner die Möglichkeit, die einzelnen Montageprozesse und die damit verbundenen Spezialwerkzeuge kennenzulernen. Es ist außerdem beabsichtigt, dass die einzelnen Vertragswerkstätten in gewissen Zeitabständen von unserem Kundendienst-Bearbeiter aufgesucht werden, um alle schwebenden Fragen zu erklären. Wir hoffen auf eine gute Zusammenarbeit. |
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| die erste IWL - „KUNDENDIENST“- Information | |
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| Erläuterung: DHZ (Deutsche Handelszentrale) Maschinen- und Fahrzeugbau Niederlassung II Karl-Marx-Stadt Rößlerstr.27 führte DKW, Framo, RT 125, BK 350, Einspritzpumpen Ersatzteile und irgendwann war es die Verwaltung der „Barkas“ Werke in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) | |||
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