IWL-Roller mit Seitenwagen  
Einige Anfragen zur Seitenwagenproblematik veranlassten uns, Nachforschungen anzustellen um einmal etwas Licht in die Vergangenheit zu bringen.Wir möchten auf unserer Internetseite nur kurz dazu einige Informationen geben, da zu diesem Thema  in unserer Clubzeitung  "IWLetter" schon sehr ausführlich berichtet wurde und noch weiter wird. Wer mehr darüber erfahren möchte und auch zu anderen Themen aus der Geschichte der IWL-Motorroller ist als Mitglied der IG und somit als Leser unserer 4x jährlich erscheinenden IWLetter herzlichst willkommen. Auch wer später Mitglied wird, kann die älteren Ausgaben nachbestellen.
Eine alte Regel besagt, dass man auf drei Beinen stehts fest und sicher steht (oder auch fährt). Dies trifft für Seitenwagengespanne auf alle Fälle zu, obwohl es noch weitere Gründe gibt, Gepäck, Fahrmöglichkeiten für Behinderte, Fahreigenschaften im Winter und vieles mehr. Schon nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Deutschland mit dem Dritten Rad am Roller angefangen. Es ging dabei nicht um Geschwindigkeit. Die Hauptsache war seine Ware zum Markt zu bekommen. Zu frühren DDR-Zeiten war ein Gespann schlicht und einfach ein PKW-Ersatz. Der Wechsel vom Solofahrzeug zum Gespann erfordert eine grundsätzlich andere Fahrweise. Viele Anfänger auf diesem Gebiet haben ihre erste Fahrt schon im Straßengraben oder am Gartenzaun beendet. Der Beiwagen ist, zumindestenst bei Motorrädern, mittelts Drei- oder Vierpunktanschluss mit dem Fahrzeugrahmen verbunden. Bei Rollern kam dann später der Zwei- und Einpunktanschluss hinzu. Die Anschlüsse sind am Fahrzeugrahmen verschraubt oder geklemmt, Schweißverbindungen sind nicht zulässig, soweit sie nicht vom Fahrzeughersteller angeschweißt wurden. Um ein neutrales Fahrverhalten, einen externen Geradeauslauf und erträgliche Lenkkräfte zu erreichen, sind bei bei der Fahrzeuggeometrie einige Grundsätze zu beachten. A- Vorlauf des Seitenwagenrades gegenüber dem Maschinen -Hinterrad, B- Vorspur des Gespannes: C- Sturtz des Seitenwagenrades, D- Sturtz der Maschine.
Vom Werk IWL wurden keine Rollergespanne gebaut oder geliefert. Der Standpunkt des Werkes war; wer ein Gespann fahren wollte könne sich eine MZ + Seitenwagen nehmen, Knieschutzbleche montieren und fertig. Damit waren aber im Land der findigen Bastler einige nicht einverstanden. Sie hatten doch Seitenwagen an Vespa-, Heinkel- und Bella-Roller gesehen. So wurden Eigenbauten auf die Räder gestellt und zugelassen, vor denen man den Hut ziehen muss. Es gab sogar eine Eigenkonstruktion die als Bauanleitung verkauft wurden und nicht gerade das Wohlwollen des Werkes und der Polizei fand, was aber nicht an der konstruktiven Ausführung lag. Nach diesen Bauplänen, die schätzungsweise 100 mal verkauft wurden, sind dennoch eine ganze Reihe von IWL-Gespannen entstanden. Somit haben noch einige Gespanne überlebt. Die besagte Bauanleitung gibt es in der IG und auf der Hompage von Karsten unter "IWL-Berlin" (siehe Link unten).Wir denken es könnte schwer sein dies Fahrzeug für den öffentlichen  Straßenverkehr zugelassen zubekommen. Wer ein IWL- Rollergespann  mit den entsprechenden original Unterlagen findet hat Bestandsschutz (laut Einigungsvertrag) und die besten Vorraussetzungen für solch ein Gefährt. Oder -> kann wie Thomas W.; Markus F. und andere den TÜVer mit guter Arbeit überzeugen.

  Hier nun einige Eigenbauten von IWL- Motorrollergespannen

Pitty mit Seitenwagen Wiesel mit Seitenwagen
  Pitty mit Seitenwagen 
  Wieselgespann + 175 ccm JAWA Motor  

Berlin mit Seitenwagen

Berlin mit Seitenwagen

  SR 59 Berlin mit Seitenwagen   
  SR 59 Berlin Gespann v. Markus Franke 

Berlin "mit" incl. Zulassung von Thomas Walter

Berlin "mit" incl. Zulassung von Thomas Walter

            SR 59 Berlingespann und Berlin-Dreirad  von Thomas W. ( Homepage )  

Troll 1 m. Seitenwagen zum 11.IWL-Treffen 2006

Berlin mit Seitenwagen im Museum Ludwigsfelde

   Trollgespann gesehen auf dem IWL Treffen 2006.  
  SR 59 Berlin Gespann im Museum von Ludwigsfele

Rollerparade

  Dieses Bild der Rollerparade aus dem Museum in Ludwigsfelde diente Thomas als Vorlage zur Idee für sein Berlingespann 

... ich danke den Fotografen für die Bereitstellung der Bilder 

Archiv: Bert N.

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Stand: Februar 2009